Aktien Rückkäufe | Gastbeitrag für das Geldmag

Aktien Rückkäufe

Aktien Rückkäufe | Gastbeitrag für das Geldmag

Das Geldmag von Geldhelden.org und das Finanzfeed Netzwerk hat eine Blogparade organisiert und hat mich und Blogger Kollegen dazu eingeladen unsere Gedanken zum Thema Aktien Rückkäufe zu teilen. 

Ich verlinke euch an dieser Stelle das Magazin von Geldmag.

Hier war mein Beitrag dazu, viel Spaß beim Lesen!



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Share buybacks (dt. Aktienrückkäufe) sind indirekt Dividenden die Vermögen der Anleger vermehren, wenn die Aktien danach vernichtet werden.

Anleger freuen sich immer wieder über Dividenden – das Fließen von Gewinnbeteiligungen die Unternehmen an Ihren Aktionären ausschütten, sorgt bei manchen Anlegern dafür, dass sie Dividenden oftmals bevorzugen über Share buybacks. Share buybacks sind allerdings auch sehr beliebt bei Anlegern denn es zeigt, dass das eigene Unternehmen in Ihre eigene Aktie glauben und sie für eventuell unterbewertet halten.

Doch bei Share buybacks werden am offenen Markt über einen bestimmten Zeitraum Aktien des Unternehmens vom Unternehmen selbst zurückgekauft und schlussendlich eliminiert. Somit erhöht sich der Wert der einzelnen Aktien und somit auch der Anteil im Unternehmen, klar nicht signifikant bei einem Besitz von 100 Aktien doch natürlich steigt ja auch der Wert der Position da ja weniger Aktien nun im Umlauf sind.

Die Aktien werden, allerdings nicht immer eliminiert. Es kann auch sein, dass sie diese als Treasury Stock (so heißen Aktien im Besitz des Unternehmens die zurückgekauft worden sind und einbehalten werden) halten und eventuell später wieder am Markt verkauft werden oder für den Einkauf oder Übernahme anderer Unternehmen als Zahlung verwendet werden.

Aktien die als Treasury Stock vom Unternehmen gehalten werden, werden nicht zum Gewinn pro Aktie Kalkulation verwendet, bekommen keine Dividenden und haben keine Abstimmrechte.

Angenommen Sie würden 100.000 Aktien eines Unternehmens besitzen das in 1.000.000 Aktien aufgeteilt worden ist. Sie würden somit 10% des Unternehmens besitzen.

aktien rückkäufe

Wenn dieses Unternehmen entscheiden würde, mit überflüssigem Geld nun eigene Anteile auf dem offenen Markt zurückzukaufen und somit 250.000 Aktien aus dem Verkehr ziehen würde, würde sich Ihr Anteil an diesem Unternehmen auf 13,33% erhöhen. Und evtl. erhöht sich auch der Preis der Aktie nach dem Rückkauf.

 

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Ein höherer Anteil heißt auch in Zukunft mehr Dividenden für den bestehenden Anteil da diese auf weniger Anteile verteilt werden und evtl. sogar selbst die Dividende erhöht wird.

Doch wäre es nicht besser für den einzelnen Anleger selbst zu entscheiden, ob er nun mit diesem Geld das Unternehmen dafür verwenden ihre eigenen Anteile zurückzukaufen einfach auszuschütten und der Anleger einfach selbst Anteile vom Unternehmen wieder mit dem Geld kauft? Wäre es nicht das gleiche, wenn wir einfach dann frei darüber entscheiden würden, ob wir nun Anteile kaufen mit dem Geld oder es einfach behalten?

Meiner Meinung nach nicht. Zwar hättet Ihr mehr Freiheit über das Schicksal des Geldes und Ihr könntet ja auch einfach die Dividende behalten, doch sobald der Anleger Dividenden bekommt werden Steuern auf diese Einnahmen erhoben. Also bleibt von der Dividende schonmal weniger übrig. Somit wäre es besser den Wert der Anteile mit einem Aktienrückkauf zu erhöhen und die Position mit realisierten Buchgewinn weiterhin zu halten und evtl. erst später zu verkaufen und dann erst Steuern zu zahlen.

Also sind Share buybacks immer gut? Und es gibt keine Nachteile dafür? Na klar gibt es diese auch und man sollte wirklich achten welchen Hintergedanken das Management vom Unternehmen nun dazu motiviert hat die Aktien auf den freien Markt (oder direkt von Aktionären) zurückzukaufen.

Es gab schon viele Vorfälle von Management, die durch das Zurückkaufen von Aktien auf den freien Markt den EPS (Gewinn pro Aktie) somit künstlich erhöht haben (weniger Aktien im Umlauf und gleicher Gewinn = erhöhter Gewinn pro Aktie auf Papier) und somit für das Management und den CEO Bonusse freischalten könnte, wenn bestimmte Gewinne pro Aktie erzielt werden.

 

Fazit:

Share buybacks ist ein zweischneidiges Schwert – es kommt einfach nur darauf an mit welchen, Hintergrundgedanken diese durchgesetzt wird. Das Interesse eines Managements ist primär das Wachstum des Unternehmens zu fördern und die Gewinne (Ausschüttungen oder Kursgewinne) zu steigern.

Und wenn ein Management nun Aktien nicht kauft, wenn diese unterbewertet sind um diese zu einer angemessenen Evaluierung zu fördern, sondern diese überteuert den Markt abkauft, dann sollte man die genauen Absichten des Managements hinterfragen.

Denn es könnte vielleicht dann nur im Interesse des Managements und des CEOs sein, die Aktien zurückzukaufen diese zu vernichten und somit die Kennzahlen des Unternehmens künstlich in die Höhe zu treiben.

Hier kannst du dir die volle Ausgabe des Geldmags kostenlos herunterladen. 🙂

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